Tag Archive for Wahnsinn

Der ganz normale Umzugswahnsinn. Oder?

Ist das nur bei mir so?

In der ersten Umzugskiste sind die feinen Weingläser noch in gefühlte 30 Schichten Papier gewickelt, so dass sie einen Meteoriteneinschlag samt Vulkanausbruch, Erdbeben und Tsunami heil überstehen würden, und nach dem Auspacken einer einzigen Kiste in etwa fünf Kubikmeter Papierknödel herumliegen.

In der letzten Umzugskiste sind alle Gläser nur noch reingestopft und man ist froh, wenn überhaupt noch irgendwo eine dünne Lage Papier findet.

Schließlich stellt man nach dem Auspacken halb zufrieden, halb frustriert fest, dass in beiden Kategorien ungefähr gleich viel kaputt (oder nicht kaputt) gegangen ist, und lässt dann ein Glas beim Einräumen der Vitrine fallen.

Bestimmt ganz normal.

Gedanken eines Umziehenden vor dem Zusammenbruch.

Wieso ist umziehen so kompliziert. Wieso besitzen wir so unglaublich viele so unnützige Dinge? Und wieso habe ich nur Dinge, die dazu auch noch mordsschwer sind? Wie soll ich denn die Umzugskisten packen, da soll man doch immer Schweres und Leichtes mischen, ich habe aber nur schweres Zeug?! Außerdem sieht es in meinem Wohnzimmer langsam aus wie bei Tetris, kurz bevor der Bildschirm voll mit Reihen ist und der Game-Over-Schriftzug erscheint. Ich habe das Gefühl, ich warte seit zwei Wochen auf den langen geraden Balken, damit es endlich mal *bling* macht und eine volle Viererreihe Kisten einfach so im Videospielnirvana verschwindet. Oder sich vorzugsweise in den Keller meiner Eltern beamt. Aber der lange gerade Balken will nicht kommen.

Das Schlimme ist, dass sich bei mir seelische Zustände mit meiner persönlichen Außenwelt decken. Innen und Außen, das hängt zusammen. Will ich in meinem Kopf ordnen, fange ich an aufzuräumen und zu putzen, worauf sich auch eine innere Ordnung einstellt. Dann habe ich einen klaren, aufgeräumten Kopf. Aber im Moment herrscht das absolute Chaos in meinem persönlichen Außen, was sich nun jetzt wechselwirkungsmäßig ziemlich sicher auch auf mein seelisches Innen überträgt. Sprich: Ich drehe bald durch. Ich will wieder ein geordnetes Leben, im wörtlichsten Sinne.

Und wieso ist umziehen immer mit so viel bürokratischem Unsinn verbunden? Ummelden, Internet-Vertrag, Strom, Telefon, Nachsendeauftrag, Mietvertrag, Kaution, Aböse, Nebenkosten. Und die ganzen Möbel! Das Renovieren! Wieso ziehen wir nicht immer schon in fix und fertig eingerichtete Wohnungen ein? Und man tauscht Internet, Telefon, Stromvertrag etc. einfach mit dem Vormieter. Einfach die Klamotten packen, ein paar Bücher, und rein in die immer schon fertige Wohnung. Kein schleppen. Keine Bürokratie. Keine Individualität. Standardwohnungen mit Standardeinrichtung und Standardinternet und Standardtelefonanschluss. Keine Straßen mehr, nur noch Nummern. Immer gleichgroße Wabenwohnungen in identischen Wohnwürfeln… Wie schön und friedlich. Und aufgeräumt.

Frage (IV): Das versendet sich – Wieso mich die Deutsche Post wahnsinnig macht

Argh. Das darf doch nicht wahr sein. Jedes (!) mal, wenn ich die Dienste der Deutschen Post schon einmal in Anspruch nehme, geht das nur schief. Das ist genauso wie mit der Deutschen Bahn, da passiert mir das auch immer. Da habe ich also Mitte März meine Bewerbung um ein Stipendium beim DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdienst) fertig, die bis zum 31. März dort eingetroffen sein muss. Am 18. März schicke ich meine Bewerbung dann schon  – das Schlimmste ahnend – extra per Einschreiben zum DAAD. Dann denke ich mir heute, also nach einer Woche wird ja der Großbrief wohl auf jeden Fall dort angekommen sein, und rufe die Statusmeldung zu meiner Sendung auf. Und da steht dann:

Ihre Abfrage führte zu folgendem Ergebnis:

Die Sendung wurde am 18.03.2009 eingeliefert und am 19.03.2009 in unserem Logistikzentrum in Bonn an den Empfänger weitergeleitet.

Bitte wiederholen Sie die Statusabfrage in den nächsten Tagen noch einmal!

Na suuper. Das heißt also, meine Sendung hat vor einer Woche das Logistikzentrum in Bonn verlassen, ist aber bisher noch nicht beim DAAD in Bonn (!) angekommen? Die Sendung braucht einen Tag von Erlangen nach Bonn, schafft aber die Entfernung Bonn-Bonn nicht mal innerhalb einer Woche? Ich rufe die Hotline der Post an, und stelle eben diese Frage. Hm, ja, da stellen wir mal lieber einen Nachforschungsauftrag. Das heißt? Die Post hat jetzt 21 Tage Zeit, die Sendung zu finden, und ansonsten haftet sie für bis zu 25 Euro. 25 Euro! Wenn meine Bewerbung da nicht rechtzeitig ankommt, dann kann sich die liebe Post ihre 25 Euro in ihren Allerwertesten schieben.

Wenn sie mir halt wenigstens sagen könnten, ok, die Sendung ist futsch, dann müsste ich eben nochmal 3 Tage investieren, um alle beglaubigten Kopien und Stempel und Zeugnisse noch einmal zusammenzustellen. Aber sie wissen es halt nicht. Wieso um alles in der Welt habe ich dann meinen Brief überhaupt per Einschreiben verschickt? Da hätte ich die Bewerbung ja gleich einer Brieftaube um den Hals hängen können, und die Chance wäre größer gewesen, dass meine Sendung ankommt.

Jede dämliche Werbesendung und jede nutzlose Rechnung findet immer ihren Weg, aber wenn man sich einmal wirklich darauf verlassen können muss und es wichtig ist, dann versagt die Post natürlich. Wie die Deutsche Bahn auch. Die kommt auch immer nur dann pünktlich, wenn ich es nicht eilig habe und keinen Anschlusszug erwischen muss.

Ich frage mich, wie ich die zweite Version der Bewerbung sicher nach Bonn bringen soll, wenn man schon das Einschreiben vergessen kann. Muss ich jetzt für jede wichtige Sendung einen Kurierfahrer buchen? Oder selbst fahren? Oder doch eine Brieftaube? Gleich an den Weihnachtsmann schreiben?

UPDATE: Der DAAD war zum Glück in der Lage und so freundlich nachschauen zu können, ob meine Bewerbung ankam – und sie kam schon am 19.3. an. Nur hat die Post es wohl verpennt, sich das auch quittieren zu lassen. Oder die Quittung verschlumpft. Genau dafür verschicke ich meinen Kram per Einschreiben, damit ich am Ende doch wieder beim Empfänger persönlich nachfragen muss, ob die Sendung auch wirklich ankam… Und dafür stirbt man auch noch tausend Tode.

Suchmaschinenwahn, Juni 08

Leider werden in meinen Statistiken nur eine bestimmte Anzahl an Suchbegriffen gespeichert, weshalb ich nicht die volle Auswahl an Begriffen zur Verfügung habe, über die Leute meine Seite gefunden haben. Aber hier eine kleine Selektion:

om (auf der wieviel tausendsten Seite findet man denn meinen Blog bei dem Suchbegriff?)
katze + bleibt klein
winkekatze winkt nicht
hello kitty kostüm für katze
glückskatze die winkt geschichte
blattlaus vernichtung
was war los zwischen löw
zecken spinnen
knuffig
vom toilettensitz der mir erschlagen
stößchen
jägermeister regen
riesiger bauch
siegfried und roy tiger babys

Ich glaube mein Favorit ist diesen Monat “was war los zwischen löw”. Und so sehen die All-Time Top 5 im Moment aus:

marienkäferlarven (33 Besuche)
crazykaro (26 Besuche)
schwarze blattläuse (11 Besuche)
wunderbeeren bestellen (5 Besuche)
riesenhornisse (5 Besuche)