Tag Archive for Schlaf

Mein neues Haarkleid

Eine brave Version meiner neuen Frisur habe ich hier ja schon virtuell abgeliefert, das hier ist jetzt die rockigere Version:

Tank Girl!

Im Moment habe ich übrigens eine Pippi-Langstrumpf-Version, mit zwei quer abstehenden Zöpfen. Und morgens nach dem Aufstehen sehe ich aus wie Son-Goku. Und da ich seit Tagen nicht mehr als 4 bis 5 Stunden pro Nacht geschlafen habe, belasse ich es für heute dabei und gehe jetzt ins Bett.

Kahle Katzenkinder

Hm, eigentlich fand ich bisher Nacktkatzen gar nicht so hässlich und Katzenbabies per se süß, aber dieses hier ist doch zumindest gewöhnungsbedürftig:

Ich habe diese Woche übrigens bisher an keinem Tag mehr als fünf Stunden geschlafen und langsam merke ich doch die körperlichen Schlafentzugserscheinungen. Deshalb heute nur ein ebenso müdes Nacktkatzenbaby auf dem Blog. Morgen wieder *gähn* mehr…

Al-tü-sär und die Schlaflosigkeit

Klingt komisch, ist aber so: Wenn ich mehr als zehn Seiten Louis Althusser (französischer Philosoph und Theoretiker) am Tag lese, kriege ich Schlafstörungen. Ich habe seit drei Tagen nicht mehr vernünftig geschlafen, was ich knapp 60 Seiten Althusser zu verdanken habe. Ich weiß nicht wieso, aber mir spuken statt schönen einschläfernden Gedanken dann nur noch Ideologie, der Klassenkampf, Kapitalismus, Marx und Interpellation dermaßen unangenehm und penetrant im Kopf herum, dass ich nicht einschlafen kann. Weshalb ich mich dann unruhig hin und her wälze, was den Zustand meines Knies wiederum extrem verschlechtert hat und ich heute in der Reha am liebsten geheult hätte.

Das Paradoxe daran ist auch, dass ich während des Lesevorgangs problemlos auf meiner Couch wegpennen kann. Nicht dass ich Althusser nicht interessant finde, nein, ganz im Gegenteil, ich finde Althusser sehr spannend und erhellend. Ich krieg anscheinend nur Schlafstörungen davon.

Wie man sich bettet, so…

Nur 5% der Leute ändern ihre Schlafposition regelmäßig. 95% bleiben also immer bei einer Schlaflage. Dabei wird landläufig zwischen Bauch-, Rücken-, fötale und halbfötale Seitenlage unterschieden. Etwa 60 bis 70% schlafen in irgendeiner Form der Seitenlage. Die Bauchlage ist mit 13% interessanterweise die seltenste, immerhin etwa 18% schlafen auf dem Rücken. Auffallend also, dass sich unter meinen verehrten Bloglesern beziehungsweise -abstimmern keine Rückenschläfer befinden. Über Rückenschläfer wird gemeinhin folgendes gesagt:

So schläfst du:
Du liegst am liebsten ganz gerade auf dem Rücken. Dabei ist es ganz egal, ob du deine arme unter dem Kopf verschränkt hast, sie in alle Himmelsrichtungen wegstreckst oder auf den Bauch legst. Deine Beine hälst du entweder ausgestreckt oder auch mal angewinkelt…
Das sagt es über dich aus:
Nicht umsonst nennt man diese Schlafstellung auch die ” Position der Könige”. Du bist sehr selbstbewusst und packst Neues immer voller Energie an. Fremden Menschen gegenüber bist du extrem aufgeschlossen. Außerdem bist du immer auf der Suche nach Abenteuern.
Tipp:
Rückenschläfer wollen gerne im mittelpunkt stehen. doch manchmal ist es nicht schlecht, sich auch mal mit seiner Meinung etwas zurück zu halten und die Andere zur Wort kommen zu lassen.

Da ich ja im Moment auch größtenteils auf dem Rücken schlafen muss, was ich eigentlich gar nicht kann (ich kann nämlich eigentlich nur auf der linken Seite schlafen), bin ich ja gespannt, ob das auch wechselseitige Auswirkungen hat. Also ob man sich damit beeinflusst, wie man sich bettet, und ob ich plötzlich “extrem aufgeschlossen” und ” sehr selbstbewusst” werde, wenn ich weiter auf dem Rücken schlafen muss. Hmm…. Ich habe auch entdeckt, dass einer meiner kleinen Neffen wie ich als Kind auf allen Vieren schläft, Po in die Höh. Kein Scheiß. Was das nur über einen aussagt?

Kreuzbandwoche. Tag 6.

Ich habe seit letzten Dienstag keine Nacht mehr durchgeschlafen. Spätestens gegen 4 Uhr weckt mich das Knie. Und auch die Tage werden jetzt irgendwie nicht mehr besser. Mir fehlt die liebevolle und tägliche Lymphdrainage und Krankengymnastik die es in der Klinik gab. Gehen geht wieder schlechter. Morgen die ersten Fäden ziehen von den kleinen Schnitten, beziehungsweise die Knoten entfernen, die Fäden drinnen lösen sich irgendwann von selber auf. Ich bin ungeduldig und griesgrämig und vermisse kleine Fortschritte. Alles doof : (

Kreuzbandwoche, Tag 1, vor der OP

Gestern nacht gabs Tranxilium-Gute-Nacht-Pillen, damit man auch gut schlafen kann vor der OP. Die machten mich auch wahnsinnig müde, aber einschlafen konnte ich nicht. Dann habe ich vielleicht 5 Stunden geschlafen und den allergrößten Mist geträumt. Dann lag ich wach, gegen halb 4, und musste über den ganzen Mist nachdenken den ich gerade geträumt hatte und das wiederum ging nahtlos über in neuen Mist den ich wieder anfing zu träumen. Und so ging das weiter die ganze Nacht. Da kriegt man schon sowas wie Valium und dann kann man erst recht nicht schlafen. Ungerecht! Ansonsten habe ich mich brav mit antiseptischem Duschgel gewaschen, hab mein rechtes Bein schon mit einem großen Kreuz mit Edding auf dem Fuß markiert bekommen, und natürlich eine Thrombose-Spritze. Von denen ich handtellergroße blaue Flecke kriege, und weil mein Fettgewebe am Bauch dann noch nicht mehr ganz so zahlreich ist, schmerzt die dumme Spritze auch noch. Nicht beim spritzen, aber danach.

Und nun liege ich mit einem schicken Thrombose-Strumpf auf meinem Bett und warte auf die Herren Doktores, die zur VIsite kommen gegen 9 Uhr und einem dann die ungefähre Uhrzeit der OP nennen. Dann werde ich mich ins schicke OP-Leibchen schmeißen und dann ein schickes neues Kreuzband bekommen.

Meine Krücken hab ich auch schon, in tollem azurblau. Vielleicht kann ich ja jetzt noch ein Stündchen schlafen, wenn die Wirkung vom Tranxilium weg ist. Verkehrte Welt. Aber vorher mach ich euch noch ein Bild:

Das leidige Lesen l**** Literatur

Eigentlich wollte ich in der Überschrift eine tolle Alliteration vom besten geben, aber irgendwie gibt es kein positives Adjektiv im Sinne von fantastisch, toll, spannend, fesselnd das mit dem Buchstaben L anfängt. Zumindest finde ich keins.

Aber das macht ja nichts. Ich habe fast nicht geschlafen, da ich gestern Nacht und heute unbedingt die letzten paar hundert Seiten von Ken Folletts “Die Säulen der Erde” fertiglesen musste. Ich kann dann einfach nicht aufhören, ich muss dann zu Ende lesen. Lesen ist zwar irgendwie ein gesellschaftlich sehr angesehener Zeitvertreib, der aber ebenso Sucht und Weltflucht sein kann wie ein Computerspiel, Film, oder manches Fernsehprogramm.

Nun bin ich müde. Habe beim Hockey heute wieder menschliche Zielscheibe Deluxe gespielt, und mir diverse blaue Flecke, zwei Bälle ins Gesicht und einen lustigen kleinen Bluterguss abgeholt. Spaß gemacht hats natürlich trotzdem, hab auch ein Tor geschossen. Ha. Wenn ich eine Katze wäre, würde ich mir jetzt meine Wunden lecken gehen. Aber ich geh einfach ins Bett.