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Wo die Kaffeesucht neue Dimensionen erreicht

Heute eröffne ich meine brandneue Vienna Calling-Kategorie passenderweise mit einem Kaffee-Tipp. Allerdings kein Kaffeehaus, nein, sondern eigentlich ein kleiner Coworking-Space im siebten Bezirk (Kirchengasse 44), in dem aber auch der Fürth Kaffee zuhause ist.

Ich schicke meinen in Kürze folgenden Lobeshymnen mal voraus, dass ich nicht für diese bezahlt werde, weder in Geld noch (leider auch nicht) in Kaffee-Einheiten.

Also, dieser Kaffee, der ist so seidigweich – um das Geschmackserlebnis auch nur annähernd beschreiben zu können, muss ich meine Metapher sorgfältig vorbereiten. Zu diesem Zweck schauen sich doch jetzt bitte alle nach ca. 1985 geborenen Menschen diesen Werbespot an, der Rest kennt den Kuschelweichbären wahrscheinlich noch:

Nun stelle man sich vor, ein Kuschelweichbär aus feinstem Milchschaum fällt in Superzeitlupe in ein Meer aus selbstgerösteten, dunklen, noch nach Regenwald duftenden Kaffee- und Kakaobohnen.

SO schmeckt Fürth Kaffee.

Ich habe in meinem Leben schon viel Kaffee getrunken, aber das war für mich der beste Kaffee überhaupt. Keine Spur von bitter oder sauer, nur reinster Kaffeegeschmack mit einer ausgeprägten Schokoladennote.

Fürth KaffeeFürth Kaffee
(Fotos von Fürth Kaffee @ Facebook

Und dann ist der Kaffee auch noch vom Charly Fürth (deshalb der Name) selbst geröstet, von nachhaltig bewirtschafteten, kleineren Farmen erworben, die über Fair Trade-Niveau entlohnt werden, Rainforest Alliance-Bio-Alles-was-sein-sollte-zertifizert. Die vielen tollen Sorten aus aller Herren Länder (zum Beispiel Waldkaffee aus Äthiopien) kosten dann so um die 7,50 Euro für 250 Gramm. Nicht wenig, aber für den weltbesten Kaffee durchaus bezahlbar, zumindest wenn man das Kaffeetrinken als etwas Besonderes zelebriert und nicht zwei Liter Filterkaffee am Tag gewohnt ist.

Jetzt brauche ich nur noch eine Handmühle für zuhause. Bis dahin, öfter mal ein Spaziergang in die Kirchengasse.

Ach ja, direkt daneben ist übrigens der Gemeinschaftsgarten der Salatpiraten, zu denen ich mich auch zähle, hier lohnt sich also ebenfalls mal ein Blick hinein. Und mich könnt ihr dann vielleicht gerade beim garteln beobachten. Oder beim Kaffeetrinken.