Tag Archive for Party

Heldenhaftes Ratespielchen (2)

Hier die neuesten Hinweise auf mein Heldenkostüm, frisch ersteigert:

Tiefziehholster, schwarz

Fliegenschutzmaske, Vollblut

Perücke, lang, violett

Der Fairness halber muss ich allerdings dazusagen, dass das Original keinen Tiefziehholster hat, aber ich präferiere es schlicht und ergreifend meine Space Gun auf der Party mit einem gewissen Macho-Coolness-Faktor zu verstauen. Jetzt ist es ja schon fast einfach!

Heldenhaftes Ratespielchen (1)

Ich bastle mir gerade mein Kostüm für unsere Heldenparty, und da dachte ich mir, ich mache ein kleines Spielchen draus. Jedes mal, wenn ich etwas dafür kaufe, schreibe ich es hier in einem Post, und Ihr könnt versuchen, nur anhand der Einkaufsliste mein Kostüm zu erraten (wer es schon weiß: Nichts sagen!).

Rohr-Isolierung

Humbrol Buntlack, schwarz

Pinsel-Sortiment

Disco-Lightstick

Türpuffer, selbstklebend

Wackelaugen, 26mm rund

Biegepluesch, schwarz

Space Gun

Der Einfachheit halber sage ich noch dazu, dass der Buntlack und die Pinsel dafür gedacht sind, die Türpuffer schwarz zu machen. Und, schon eine Idee?

Open Air Gaming Xperience!

Ich war gerade Open Air Zocken. Guitar Hero und Little Big Planet, per Beamer in einem Garten über eine komplette Hauswand. Ein ganz neues Spielgefühl!

Zocken, ÜBER EINE KOMPLETTE HAUSWAND. Was war das schön. Ich will nie wieder auf einem Fernseher oder einem kleinen PC-Bildschirm spielen müssen. Ich will auch Little Big Planet! Und Guitar Hero! Und Gitarren dazu! Und einen Beamer! Und dann, wo ich schon dabei bin, vor allem noch eine so tolle, weiße, riesengroße Hauswand im Garten. Und einen Garten.

Oder ich warte einfach auf die nächste Open Air Party. Yay!!

Schweinelecker: Sticky Pig Candy Stripes

Auf der Suche nach Party-Fingerfood stöberte ich gestern auch in meinem Lieblingsfoodblog delicious:days, und fand prompt ein Rezept für Sticky Pig Candy Stripes – mit Rohrzucker karamellisierte Speckstreifen mit Ingwer und Cayenne-Pfeffer. Was sich für den Otto-Normal-Gaumen erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig anhört, ist in Wahrheit schweinelecker. Unglaublich. So dünn, so knusprig, so scharf, so süß. Awesome! Legen-wait-for-it-dary!

Schweinecandy Schweinecandy

Das Ergebnis ist spektakulär, und dabei geht das Ganze total schnell und ist supereinfach. Ich plane übrigens, dasselbe auch mit hauchdünn geschnittener, italienischer Salami zu probieren – ich bin gespannt!

Rock me Amadeus und die kleinen Umbauten des Lebens

Ich werde wirklich alt. Da gehe ich einmal aus bis 5 Uhr morgens und danach brauche ich erst mal ein bis zwei Tage um mich wieder zu regenerieren. Früher, ne, also damals, da war das alles anders, da konnte ich jeden Tag bis in die Puppen wegbleiben und ohne Pause am nächsten Tag weitermachen oder gleich zwei Tage durchfeiern, auch kein Problem. Aber heutzutage? Nee nee nee…

Ich habe nämlich mal wieder meine ehemalige Stammlokalität in Ingolstadt besucht, das alte Amadeus – das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man mehrere Jahre nicht an einem Ort war, wie sehr sich alles verändert. Da ist was rangebaut, die Bar wurde weggemacht, eine neue an anderer Stelle errichtet, andere Farben, neue WCs, alles in allem aber doch irgendwie alles beim alten.

Und dann steht man da und fragt sich, ob man sich genauso wie das Stammlokal nicht auch selbst verändert hat in den Jahren. Graduell und unmerklich langsam, immer nur stückchenweise. Im Endeffekt ist man schon noch derselbe, aber doch mit einigen baulichen und geistigen Veränderungen…

Wundersame Wunderbeeren

Na sowas. In letzter Zeit häuften sich ja die Berichte zu sogenannten “flavor tripping parties” in diversen Metropolen dieser Welt. Da wird eine ganz bestimmte Beere (ähnelt der unsrigen Hagebutte, Sideroxylon dulcificum/Synsepalum dulcificum) mit dem klingenden Namen Miracle Fruit verspeist und danach sind einem so die Geschmacksknospen verzwirbelt, dass selbst Essig wie Limonade schmeckt. Im wortwörtlichsten Sinne: Bestimmte Moleküle im Fleisch der Beere binden sich an die Geschmacksknospen und lassen alles Saure und Bittere süß wie Honig schmecken, für eine begrenzte Zeit von 15 Minuten bis 2 Stunden.

Das kann dann folgende Auswirkungen haben: “(…) after eating [miracle fruit] stout beers taste like chocolate milkshakes, grapefruits taste like pixie sticks, cheeses taste like frosting, it will make even the crappiest tequila taste like lemonade.” So zumindest der Flavor Tripping Blog.

Es wurde schon versucht, Bestandteile der Beere als Süßungsmittel einzusetzen, da die Beere selbst zwar nichts süßer macht, aber zum Beispiel bittere Medizin eben süß schmecken lässt (was angeblich auch bei Chemotherapie-Patienten eingesetzt werden kann, um den metallischen Geschmack im Mund als Nebenwirkung der Bestrahlung zu überdecken und den Appetit zu fördern). Dass die Beere nicht schon viel früher Karriere gemacht hat (zum ersten Mal für westliche Menschen dokumentiert wurde sie nämlich schon 1725) liegt angeblich – glaubt man den Verschwörungstheoretikern – an der amerikanischen Zuckerindustrie, da für diese die Beere natürlich nicht gerade umsatzfördernd gewesen wäre.

Das wäre schon toll, gerade so für die Menschen unter uns, die öfter einen Heißhunger auf Süßes verspüren. Einfach eine Beere lutschen (gibt es inzwischen auch schon als praktische Tabletten für 12,75 € inklusive Versand bei tastetrips.eu), und schon kann man selbst mit einem Stück Schimmelkäse in den süßen Zuckerhimmel aufsteigen. Oder für Diabetiker. Ich fühle mich ja schon ein wenig verleitet, da gleich eine Packung zu bestellen, muss ich zugeben.

Hmmm, ich habe da so eine Idee, was ich als nächstes auf meinem Balkon anpflanzen könnte… Also, falls mal wer Miracle Fruit-Samen in die Finger bekommt, ich nehm sie und schmeiß dann in 8 bis 10 Jahren eine Flavor Tripping Party für denjenigen. Solange dauerts bis das kleine Bäumchen Früchte trägt.

Nachtrag, 22:11 Uhr: Oh je. Ich konnte nicht länger widerstehen, ich musste einfach eine Packung bestellen. Ich mach aber auch alles mit…

Geburtstagsbalkonparty mit Glückskatze

Der Mai ist rum, 26 Lenze zählt meinereiner jetzt. Wir werden alle nicht jünger, nich? Jedenfalls wurde ganz wunderbar auf dem Balkon mit den liebsten Freunden gefeiert, und mein Balkon war natürlich prächtig mit zwei neuen Licherketten illuminiert (die auf den Fotos aber nicht so gut rüberkommen), und kein Gewitter störte die Festlichkeit:


Himbeerfarbene Pfingstrose!

Im Verlauf des Abends wurde auch die Cocktail-Mischung “Hawaii Stacy” kreiirt, unter anderem mit Amaretto, Rum, Maracuja- und O-Saft. Lecker! Ansonsten stand der Tag voll im Zeichen der Himbeere, mit Himbeer-Knisterperlen, duschgel, Body-Lotion, einer himbeerfarbenen Pfingstrose und Himbeer-Schokolade! Und was ganz toll war: Ich bin jetzt im Besitz einer Meneki Neko, einer Glückskatze, einer Winkekatze (obwohl sie eigentlich nicht wirklich winkt, sondern eher das Gegenteil, aber das zu späterem Zeitpunkt):

Außerdem habe ich nun das frisch in meine Büchersammlung gelangte “Die Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers angefangen und bin schon sehr gespannt! Ach, Geburtstag haben ist toll, wenn nur das älter werden nicht wäre…

Von zahm bis Wild: Der Hirsch ist auf der Pirsch!

Die neue (Anti-)Werbekampagne von Jägermeister sollte inzwischen den meisten bekannt sein – falls nicht, sollte man das schleunigst unter www.keinjaegermeister.de nachholen. Da wir performativ und postmodern sind und uns gerne selbst inszenieren, mussten wir natürlich auf die offizielle Kein-Jägermeister-Party gehen, die gestern in Erlangen im Kanapee gastierte. Standesgemäß natürlich ganz in Pastell, spießig und kariert. Bis 22.30 Uhr war von der Party nicht viel zu bemerken außer ein wenig Jägermeister-Deko. Dann wurde jedoch plötzlich der Kein-Jägermeister-Dubiduu-Jingle in Endlosschleife gespielt, und ein Blockflöten-Mann in pastellgelb und eine Triangel-Frau in zartem rosa verteilten spießige Stofftaschentücher. Die Sorte, in die sich alte Männer immer schneuzen. Nach einer Runde durchs Lokal kam dann der wilde Teil der Party, der Hirsch, wilde Musik, schrille Farben, nackte Haut. Blumenketten und T-Shirts mit Jägermeister-Logo und leuchtende Ketten zum umhängen. Nach dem ersten freien, eisgekühlten Jägermeister im stilechten Reagenzglas dachte ich mir “Na endlich, springt ja doch noch ein Jägermeister raus”. Nach dem fünften Reagenzglas dachte ich dann nicht mehr wirklich viel, aber auf jeden Fall war da das Gefühl, dass sich die Warterei ja doch noch gelohnt hat. Und natürlich gibt es auch ganz zahme und ziemlich wilde Fotos.