Tag Archive for GIGA

Das muss Liebe sein

Solche Initiativen bringt übrigens wirklich nur die GIGA-Community zustande:

Fan-Initiative will GIGA bei der ARD unterbringen

Vor knapp einer Woche überraschte Premiere mit der Ankündigung, den Gaming-Sender GIGA TV einzustellen. Da die Fans das Ende des Senders nicht einfach so hinnehmen wollen, haben Sie einen kühnen Rettungsplan entworfen: Die ARD soll das Format übernehmen (…).

Genau das war an GIGA und seiner Community so bemerkenswert und einzigartig. GIGA hat emotionalisiert. GIGA hat polarisiert. GIGA gegenüber konnte man nicht neutral sein, entweder man hat es abgöttisch gehasst oder abgöttisch geliebt, aber immer waren Emotionen im Spiel. Kein anderer Fernsehsender und keine andere Fernsehsendung wird jemals solche Fans haben, die bei der Roadshow in Stuttgart den Weltuntergang mitausharrten oder in Oberhausen durch ihre schiere Masse die Schwedengitter zum erzittern brachten.

GIGA war ehrlich. Wenn die Moderatoren das Spiel “Ponyhof 3″  scheiße fanden, haben sie das eben auch so gesagt. Ungeachtet der Konsequenzen, dass der Publisher des Spiels wohl weder so schnell wieder Werbung schalten noch andere Spiele zum rezensieren schicken wird. GIGA war zumindest ein letztes, kleines Stück Authentizität in der Fernsehlandschaft für Jugendliche. Bei GIGA fielen Kamerafrauen vom Sofa, Moderatoren vom Stuhl und Geburtstagstorten auf den Boden, das Licht ging mitten in der Sendung aus und der Feueralarm an, und die Moderatoren merkten auch mal gar nicht, dass die Sendung schon angefangen hatte.

Für diese Echtheit wird GIGA selbst nach einem so langen Kampf, so vielen Widrigkeiten und Schwierigkeiten im Programm- und Senderkonzept noch geliebt. So sehr, dass sogar zum bitteren Ende Rettungspläne geschmiedet werden, die so kühn sind wie von Captain Jack Sparrow höchstpersönlich…

Bye bye my baby…

Du warst ein Experiment
Das Kind einer unmöglichen Verbindung von
Fernsehen und Internet das war dein Motto
The Future is you, das sagtest du
Und interaktiv warst du dazu.

Fuck reality
Und wir glaubten es würde ewig weitergehen
Wie es bisher immer ging,
Irgendwie.

Geht nicht gibts nicht
Gabs nun doch aber wir dachten
Spielen geht immer?

Aber das freundliche, runde, behäbige grüne G
Machte sich eines Nachts auf und
Rollte einfach davon und rollte
Rauf in den Fernsehhimmel.

So leuchtet es als grüner Stern
Weiter in uns.

Bye bye GIGA

Soviel von meiner poetischen Seite. Zur Aufmunterung noch einer meiner GIGA-Lieblingsmomente:

GIGA wird ab- und eingestellt

So oft hat es mein geliebter ehemaliger Arbeitgeber GIGA geschafft, das Ende abzuwehren. Der Kampf ist verloren. Premiere essen GIGA auf, Finanzkrise essen Premiere auf. Ich bin geschockt, und ich bin auch einfach nur traurig. Von vielen Kollegen habe ich nur die eMail-Adresse und Handynummer aus der Arbeit, die es ja praktisch schon nicht mehr gibt, ich weiß gar nicht wie ich sie wiedersehen oder Kontakt halten soll.

Scheiß Finanzkrise! Deshalb das wundervoll-traurige Lied vom Ende, vom Ende des Kapitalismus. Von PeterLicht.

Jetzt hab ich Tränen in den Augen.

Welcome to our Mutant Special…

Da ich gerade wieder mitten in einem meiner zahlreichen Hugh-Jackman-Koller stecke (sorry, da müsst Ihr durch), habe ich heute ein bisschen auf Youtube gestöbert. Habe herausgefunden, dass Herr Jackman neben fantastisch aussehen und sehr charmant sein auch fantastisch singen kann. Habe herausgefunden, dass er dazu noch Journalismus studiert hat in Australien. Und habe zu guter letzt das hier gefunden, ein Outtakes-Reel vom zweiten X-Men-Film…

…das von Bryan Singer (dem Regisseur – wie jung ist der denn bitte?) angekündigt wird mit den Worten ” Hi this is Bryan Singer and welcome to our mutant special ON NBC GIGA“. NBC GIGA! Da stolpert man also in den unmöglichsten Momenten über seine eigene Vergangenheit. Dem Veröffentlichungsdatum des Films zufolge muss das etwas weniger als ein Jahr gewesen sein, bevor ich zu GIGA gekommen bin. Was bin ich neidisch auf den, der diesen Ansager am Anfang eingetütet hat, der war bestimmt auf einer Pressekonferenz zu X2, und wenn da Bryan Singer war, war Hugh Jackman sicher auch nicht weit. Seufz.

Back to The Future is You

Meine frühere Arbeitsstelle und heimlicher Lieblingssender feiert Jubiläum! Ganze zehn Jahre hat GIGA jetzt bald auf dem Buckel, seitdem am 30. November 1998 der Fernsehzuschauer erstmals zum User wurde. Und damit die deutsche Fernsehlandschaft nicht mehr dieselbe war wie vor diesem historischem Datum. Ich zitiere aus der Original-Pressemitteilung von NBC zum Start von GIGA:

Am 30.11.1998 startet der Wegweiser in die digitale Zukunft bei NBC Europe (…) NBC GIGA hat eine Mission: Die Sendung wird das Internet zu einem Gemeinschaftserlebnis machen. (…) NBC GIGA ist Interaktion pur: Wer die Sendung sieht, ist nicht zum bloßen Zuschauen verdammt, sondern ist aktiver Bestandteil des Geschehens und Ideengeber, denn natürlich greifen die Netzreporter und Moderatoren die Anregungen und Tips aus der Community gerne auf. Kurz: Die NBC GIGA Community schafft sich selbst ihre digitale Zukunft. (…) Und so wird durch die Recherchen der Netzreporter und die Beiträge der User im Laufe der Zeit ein umfassendes und fundiertes Web-Kompendium für das Leben in der digitalen Zukunft entstehen. The Future is You – Create Your Future!

(…) Über die unmittelbar ins TV-Geschehen integrierte Hompage www.giga.de können die Zuschauer und die Mitglieder der Community direkt in den Verlauf der Sendung eingreifen und Themen unmittelbar begleiten und anregen. NBC GIGA ist die einzige TV-Sendung, die das Internet zum Star und “Hauptdarsteller” macht und sich zudem mit derselben Dynamik entwickelt. So, wie das Internet jeden Tag wächst und sich verändert, gehören Wachstum und Veränderung auch zum Prinzip von NBC GIGA.

Unglaublich, zehn Jahre sind nun überstanden, mit vielen Höhen und Tiefen. Was damals noch als die Revolution und Erfindung des digitalen, interaktiven Fernsehens gepriesen wurde, ist heute nichts mehr besonderes; kein Konzept also, das noch uniqueness bietet – jeder Popelsender betreibt inzwischen eine mehr oder weniger interaktive Webseite, und Interaktivität ist sowieso schon lange nur noch eine leere Phrase.  Aber mein Cheffe bei GIGA sagte schließlich, nach zehn Jahren in der Fernsehlandschaft hat man sich ein gewisses Existenzrecht erarbeitet. Von dem her wollen wir hoffen, dass GIGA auch für seine zweite Dekade eine Überlebensstrategie findet.

Am Sonntag gehts also auf nach Kölle, auf die Schäl Sick, die schäbigere schlankere Rheinseite. Und ich werde einen ultraschokoladigen Schokoladenkuchen backen. Mit einem großen G drauf.

Sonne und Regen

Regen und gleichzeitig Sonne – das ist irgendwie (neben unfassbar großen Schneeflocken) das schönste Wetter für mich. Ich liebe das. Es ist gerade wunderschön draußen! Und ich bin glücklich! Seit GIGA war mein soziales Leben total eingeschlafen. Jetzt ist es wiedergeboren, juhuu! Ich pendele zwischen Arbeiten, Arbeiten für die Uni, Familie,Sport und unzähligen sozialen Aktivitäten und Freunden.

Ich hoffe nur es schläft nicht wieder ein in den Semesterferien. Außerdem dürfen wir kein Hockey in den Ferien spielen, weil wir keinen Raum kriegen : ( Buhu… Nu aber schnell weiter, wir haben doch keine Zeit…

Argh jetzt wollte ich ein schnelles Foto mit meiner Webcam machen – mit meiner NEUEN Webcam – jetzt ist die auch kaputt, ich glaube ich raste aus.

Life’s a rollercoaster…

Irgendwas mit Medien ganz konkret – Karo @ GIGA OAP

Gestern hat mich wieder ein ganz melancholischer Anfall befallen, als mir mein Abschiedsvideo von meinem ehemaligem Arbeitgeber GIGA mal wieder in die Hände fiel. Gemacht von der besten und kreativsten Abteilung der Welt, meiner OAP aka On Air Promotion, von den besten und liebsten Menschen die man sich als Kollegen vorstellen kann.

Nun studiere ich ja diesen klassischen Studiengang namens Medienwissenschaften, in dem die wenigsten irgendeinen Plan von der Medienwelt da draußen haben und auch keinen konkreten Berufswunsch. Stattdessen ist in 7 von 10 Fällen auf die Frage Und, was machst du später? die Antwort Irgendwas mit Medien. Die StudiVZ-Gruppe Ich mach was mit Medien hat ja auch fast 6000 stolze Mitglieder, von denen sicher mindestens 5469 Medienwissenschaften oder verwandte Fächer studieren. Wie dieses Irgendwas mit Medien einer ursprünglich genauso nichtsahnenden Medienwissenschaftstudentin konkret aussehen kann, möchte ich einfach mal anhand meines wunderschönen, mich immer noch zu Tränen rührenden Abschiedsvideo zeigen. Und abgesehen davon auch einfach, weil es zu schön ist, um es nicht zu zeigen. Anspielungen auf die einschlägige Schuhbekleidung sind rein zufällig und haben wirklich nichts mit meinem Nachnamen zu tun. Danke nochmal von ganzem Herzen an alle Beteiligten und allen Kollegen bei GIGA! Hier das komplette Video in zwei Teilen:

Mein Garten, Update Nr. 6

Ohne Worte, oder, in den Worten meines Ex-Kollegen C. W. bei GIGA: “Jetzt lassen wir einmal die Bilder sprechen”.

Können Rockstars knuffig sein?

Jetzt muss ich erst mal die Hintergründe erklären, bevor ich weiter auf diese Frage eingehen kann. Anfang 2004 war ich ja noch ein kleines Praktikantenküken beim damaligen ‘alten’ Fernsehspartensender GIGA. Damals war auch noch Benjy aka Benjamin Bencivinni als Moderator dort. Meine Erinnerung ist ja sehr lückenhaft an diese Zeit, aber irgendwann ging er hinaus in die große weite Welt um ein Rockstar zu werden (oder so ähnlich). Mit seiner damaligen Band Enter the Phoenix – wenn man GIGApedia Glauben schenken darf, denn ich konnte mich zwar noch an irgendwas mit Phönix erinnern, aber den genauen Namen hätte ich jetzt nicht mehr gewusst.

Jedenfalls hat nun seine jetzige Band REPULSED ihr Debutalbum rausgebracht, das da heißt State of Inner Truth:

Nicht dass ich jetzt mit großartigem Musikwissen aufwarten kann, aber ich kann sagen, es rockt. Die etwas hartgesotteneren Ohren sollten sich auf der verlinkten mySpace-Seite mal Rise and Fall oder Blind my Eyes reinziehen, für die eher kuschelrockenden Ohren ist wohl One Last Time das richtige. Ich gestehe ja auch, dass ich letzteren Song saugut finde und oute mich damit als ‘Kuschelrocker’. Aber auch Blind my Eyes gefällt mir sehr gut, um mal meine Ehre zu retten.

Apropos kuscheln: Können Rockstars knuffig sein? Ja. Meine lieben Herren, ‘knuffig’ aus dem Munde einer Frau ist alles andere als abwertend gemeint. Es ist sozusagen eine Möglichkeit, grundsätzliches Wohlgefallen auszudrücken, ohne zu konkret oder speziell zu werden und ohne weitere potentielle Vorgehensweisen zu definieren. Evil Jarred? Knuffig. Bruce Willis? Knuffig. Hugh Jackman? Oh, unglaublich knuffig.

Der Hintergrund dazu: Mein geschätzter Ex-Kollege und Mitblogger Casi hat auf seinem Blog einen Musikcheck zu besagtem Album geschrieben. Mein Kommentar zum Eintrag war “Benjy? Der GIGA-Benjy? Den ich auch noch kannte? Der war knuffig!”. Ich dachte mir da nichts weiter, bis ich heute mal wieder einen Blick auf meine Pinnwand geworfen habe, und einen leider nur halbsichtbaren Eintrag sah: “Knuffig? Ich bin KNUFFIG? Sag das noch mal! Mann. Knuffig. Wie das klingt. Pöh… Ich bin dabei, ein verdammter ROCKSTAR zu wer” und dann war der Eintrag zu Ende. Es wäre aber auf jeden Fall noch interessant geworden, schließlich kam auf den ersten Blick auch das Wort “sexuell” drin vor, aber beim Versuch, den ganzen Eintrag sichtbar zu machen, ist der Teil anscheinend ganz verschwunden.

Ein weiterer Grund, wieso mein Blog im Juni umziehen wird auf crazykaro.de, meine alte Webseite eingestampft und vor allem die unpraktische Pinnwand eliminiert wird. Sie gefällt mir zwar nach wie vor, weil sie so schön chaotisch ist – aber da bekommt man mal von jemandem nach Jahren einen Kommunikationsfunken und kann weder antworten, noch den gesamten Ursprungseintrag lesen. Grummel.

Auf meiner neuen Blogpage wird es keine Bugs geben. Niemals. Nicht einen Fehler. Alles wird perfekt und genauso funktionieren wie ich es mir vorgestellt habe. Und dann werde ich selber Rockstar und reiße die Weltherrschaft an mich.

Alter Schwede…

Auch wenn Michel Gondrys Film “Be Kind Rewind” (dt. “Abgedreht”) aus der Idee des “schwedens” nicht alles rausholt was gegangen wäre, beschert er der internetangebundenen Welt doch zumindest eine Riesenfülle an geschwedeten Filmen auf YouTube. Allein dieses in einem komplett neuen Zusammenhang gebrachte Kunstwort ist schon eine solche Bereicherung für das englische/deutsche Vokabular, dass sich allein dafür der Film schon gelohnt hat. Die fünf Minuten Ruhm für jeden sind zwar schon lange nicht mehr neu, aber das Schweden gibt YouTube und allen Amateurfilmemachern dieser Welt ein neues Genre. Ein paar besonders schöne und vor allem trashige Exemplare sind hier gesammelt, während es dort noch ein paar schon etwas professioneller gemachte, aber auch weniger komische Vertreter ihrer neu geborenen Spezies gibt.

Da fällt mir ein, wir bei GIGA waren mal wieder unserer Zeit weit voraus. Wir haben schließlich schon vor Jahren (es muss wohl 2004 gewesen sein) die TV-Serie A-Team “geschwedet” – oder so ähnlich:

Ich lauf sogar einmal durchs Bild. Und ein paar mal habe ich die Kamera gehalten und gefilmt. Ich hab auch noch irgendwo die Requisitenliste und ein grobes Konzept rumliegen. Hach, das waren noch Zeiten. Hihi.