Tag Archive for Blut

Wir haben den Myth gebustert!

Da wir heute rund um unnütze Fakten herum diskutiert haben in der WG-Küche, kann ich Euch nun unsere Ergebnisse zu diversen urban legends (oder facts?) darlegen.

1. Nein, Entenquaken macht durchaus ein Echo. Man hört es nur nicht, weil sich das Echo-Geräusch mit dem ausklingenden Quakgeräusch überlagert.

2. Ja, man kann die Flüssigkeit in frischen Kokosnüssen als Ersatz für Blutplasma verwenden.

3. Und ja, ein Pferd leistet tatsächlich ein PS, da diese Einheit über längere Zeit ermittelt wird (das war kurz gesagt ursprünglich die Leistung, wieviele Pfund Kohle ein Pferd über eine Umlenkrolle über 10 Stunden aus einem Bergwerk an die Oberfäche ziehen kann). Kurzfristig erreichen Pferde allerdings auch wesentlich mehr, bis zu 24 PS.

Damit sind wir jetzt alle ein bisschen schlauer, und ich habe mich um einen halben Kasten Bier verwettet. Damit ernenne ich heute nach dem Welttoilettentag und dem Weltkindertag den 22. November zum Weltententag!

Quak! Quak quak quak…

Ich fühle mich geehrt

Heute habe ich die Blutspendeehrennadel für zehnmaliges Blutspenden verliehen bekommen, samt Urkunde. Und einer Universal-Schere sowie einem Paar Debreziner mit Kartoffelsalat. Und nochmal muss ich betonen, dass das bayrische rote Kreuz einfach den besten Eistee der Welt hat und ich alleine deshalb schon hingehe. Ich konnte heute sogar einen Blick auf die Marke des Tees werfen, aber leider habe ich den Namen wieder vergessen. Aber ich gehe ja wieder hin. Das kriege ich schon raus.

Das ist die  Nadel für zehn Blutspenden:

Blutspendeehrennadel

Heute darf ich mich also wieder zumindest ein kleines, unschuldiges bisschen als Held fühlen. Und dem leckeren Eistee nachtrauern, auf den ich nun wieder mindestens vier Monate verzichten muss, bis zur nächsten Blutspende. Wobei, ist mehr ein Tausch als eine Spende. Blut gegen Eistee!

Kreuzbandwoche, Tag 5: Heute nur für die ganz harten unter uns

So. Aus der schönen Klinik bin ich nun leider raus heute, und natürlich muss genau wenn wir nach Hause fahren (Auto fahren ist schon an sich scheiße unangenehm) eine Vollsperre auf der Autobahn sein. Zweieinhalb Stunden. Und wieso? Es wird noch auf den Gutachter gewartet. Kein Scheiß!

Anyway. Erst mal noch etwas magenfreundliches, so sah ich heute noch zufrieden und einigermaßen schmerzfrei auf meinem Balkon in der Klinik aus (danach kam die Autofahrtortur die mich wieder in einen Dämmerzustand des Schmerzes geschickt hat):

Jetzt steigern wir uns langsam in die magenunfreundlicheren Gefilde. Langsam. Erstmal das Knie ohne Pflaster:

Das ist aber immer noch ziemlich harmlos. Und jetzt nur was für die ganz harten. Ohne Witz. Alle Kreuzbandler die am Donnerstag mit mir zusammen operiert wurden und heute ebenfalls entlassen wurden mussten sich vorher noch einen 30 (!!) Minuten langen FIlm ansehen, wie so eine OP abläuft. Bis ins kleinste Detail gefilmt was Herr Dr. Eichhorn und sein Team so für Wundertaten vollbringen. Wir drei Mädels haben tapfer durchgehalten, die Männer haben alle nach 10 Minuten schon nicht mehr hingeguckt. Dreißig Minuten erspar ich euch, aber hier das ganze in drei Minuten. Ähnliche Technik, aber die verwenden Interferenzschrauben zum befestigen des Kreuzbandes, bei mir sind es kleine Titan-Plättchen/-Röhrchen. Viel Spaß. Nichts für zartbesaitete Mägen.

Bluuuuut (und Eistee)

Heute war ich mal wieder Blut spenden beim Roten Kreuz, die übrigens den besten Eistee der Welt haben und wirklich sehr lieb und fürsorglich sind (aber nur beim bayrischen Roten Kreuz, meine Erfahrungen mit dem Blutspendedienst West waren desaströs und Eistee gabs da auch keinen). Zum einen habe ich da mal wieder meine Schusseligkeit unter Beweis gestellt, ich dem ich gleich mal bei der ärztlichen Voruntersuchung die Stellwände aus Pappe zwischen den improvisierten Ärzte-Kabinen umgeworfen habe, um danach gleich bei der Vor-Blutentnahme am Ohrläppchen über den Stuhl zu stolpern, auf den ich mich setzen sollte. Wo ich noch beinahe meinen besagten Becher Eistee über den ärztlichen Utensilien-Tisch verteilt hätte, aber das konnte ich zum Glück noch verhindern.

Zum anderen beschäftigt mich der Umstand, dass manche der netten Frauen, die einem die Nadel in die Vene jagen und wieder rausziehen, Handschuhe tragen, und manche nicht. Das macht mich irgendwie stutzig. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten, entweder es ist nötig oder nicht. Wenn es nicht nötig ist, wieso haben dann manche doch Latex-Handschuhe an? Und vor allem, wenn es denn doch nötig ist, wieso haben dann manche keine Handschuhe?

Das werde ich beim nächsten Besuch mal erfragen bei der Voruntersuchung, weil irgendwie werde ich daraus nicht schlau.

Für Frauen und Frauenversteher

So, die meisten Männer können jetzt woanders hinlesen, -surfen, -gucken. Heute gibt es etwas für die Frauen und Frauenversteher sowie diejenigen die es werden wollen.

Ich habe beim Im-Netz-Stöbern gerade das “Museum of Menstruation and Women’s Health” entdeckt, oder kurz MUM. Es gibt eine eigene Seite für unterschiedliche Ausdrücke für “Menstruation” in allen möglichen Sprachen und Ländern, von Amerika bis Zambia. Besonders kreativ erscheinen mir die Australier (“riding the cotton pony” ist da mein Favorit, oder auch “CSI: Uterus”), während die Japaner aufgrund ihrer höflichen Umgangsformen erwartungsgemäß ebenfalls mit sehr poetischen Begriffen aufwarten ( ‘getsuji’ oder ‘tsuki no mono’ – ‘moon thing’, ‘ichigo-chan’ – ‘Little Miss Strawberry’, ‘hi no maru’ – ‘rising sun’ von der japanischen Flagge, der rote Kreis auf weißem Grund oder auch ganz lapidar ‘ketchappu’ – ‘ketchup’, ‘tomato’). Die Begriffe die bisher für Deutschland eingesandt wurden sind dagegen recht dürftig. Da fehlt auf jeden Fall noch meine Favorit “Erdbeerwoche”, dafür hat mich die Lektüre um dem Begriff der “Waldbeerfrau” bereichert.

Es sind soviele witzige Ausdrücke dass ich nur eine kleine Auswahl geben kann – wenn bei euch auch gerade der rote Baron gelandet ist, Tante Rosa zu Besuch oder die rote Königin in der Stadt ist oder euch einfach nur langweilig ist, surft doch mal drauf:

Liverpool are playing at home (wegen der roten Trikots bei Heimspielen)
I sat on a tomato
I’m rebooting the Ovarian Operating System (für die Nerds unter uns)
Mijn dam is gebroken (aus Holland)

ebenfalls auf mum.org
(ebenfalls von mum.org)