Leider nicht gekommen um zu bleiben…

Wie ihr bestimmt wisst, ist das Audimax unserer Uni in Erlangen seit über einer Woche von Studenten im Zuge des allgemeinen Protests besetzt. Und ich muss mal ganz abseits der Forderungen bezüglich Bologna, Studiengebühren & Co. etwas loswerden:

Ich werde das besetzte Audimax als kommunikativen Ort vermissen, sobald die Proteste vorüber sind (wann immer das auch sein mag). Der ist nämlich wie ein großer Aufenthaltsraum in der Kollegstufe, den es sonst an der Uni ja so nicht gibt. Jeder kommt hin, wenn er Zeit hat, es gibt Kaffee (der mir gerade den Tag gerettet hat), man bekommt was zu essen, kann sich auch selbst was machen und seinen Becher abspülen, es ist ein transdisziplinäres Forum für studentische Initiativen und Gruppen aller Art, und gleichzeitig ist es noch ein kultureller Ort für Vorträge, Bands, gemeinsame Unterhaltungsaktivitäten. Es ist immer offen, der Ort ist immer für einen da.

Vielleicht funktioniert der Protest hier deshalb so gut, da die Uni endlich einen Raum für ihre Studenten (unfreiwillig) bietet, der über Bibliothek, Vorlesungsräume und Mensa hinausgeht. Ein Ort für alle, und für alles. Jeder ist immer willkommen. Ein Ort, der Gemeinschaft schafft. Ist es nicht bezeichnend, dass Studenten als Teil der Protestaktion angefangen haben (mehrere haben es auch geschafft), das Audimax (Bismarckstraße 1) als ihren Zweitwohnsitz anzumelden?

Ich werde das Audimax vermissen. Und das neue Gemeinschaftsgefühl unter den Studenten, das sich nach der Besetzung wieder in viele, kleine und – vor allem – voneinander getrennte Räume zurückziehen wird.

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