Frage (IV): Das versendet sich – Wieso mich die Deutsche Post wahnsinnig macht

Argh. Das darf doch nicht wahr sein. Jedes (!) mal, wenn ich die Dienste der Deutschen Post schon einmal in Anspruch nehme, geht das nur schief. Das ist genauso wie mit der Deutschen Bahn, da passiert mir das auch immer. Da habe ich also Mitte März meine Bewerbung um ein Stipendium beim DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdienst) fertig, die bis zum 31. März dort eingetroffen sein muss. Am 18. März schicke ich meine Bewerbung dann schon  – das Schlimmste ahnend – extra per Einschreiben zum DAAD. Dann denke ich mir heute, also nach einer Woche wird ja der Großbrief wohl auf jeden Fall dort angekommen sein, und rufe die Statusmeldung zu meiner Sendung auf. Und da steht dann:

Ihre Abfrage führte zu folgendem Ergebnis:

Die Sendung wurde am 18.03.2009 eingeliefert und am 19.03.2009 in unserem Logistikzentrum in Bonn an den Empfänger weitergeleitet.

Bitte wiederholen Sie die Statusabfrage in den nächsten Tagen noch einmal!

Na suuper. Das heißt also, meine Sendung hat vor einer Woche das Logistikzentrum in Bonn verlassen, ist aber bisher noch nicht beim DAAD in Bonn (!) angekommen? Die Sendung braucht einen Tag von Erlangen nach Bonn, schafft aber die Entfernung Bonn-Bonn nicht mal innerhalb einer Woche? Ich rufe die Hotline der Post an, und stelle eben diese Frage. Hm, ja, da stellen wir mal lieber einen Nachforschungsauftrag. Das heißt? Die Post hat jetzt 21 Tage Zeit, die Sendung zu finden, und ansonsten haftet sie für bis zu 25 Euro. 25 Euro! Wenn meine Bewerbung da nicht rechtzeitig ankommt, dann kann sich die liebe Post ihre 25 Euro in ihren Allerwertesten schieben.

Wenn sie mir halt wenigstens sagen könnten, ok, die Sendung ist futsch, dann müsste ich eben nochmal 3 Tage investieren, um alle beglaubigten Kopien und Stempel und Zeugnisse noch einmal zusammenzustellen. Aber sie wissen es halt nicht. Wieso um alles in der Welt habe ich dann meinen Brief überhaupt per Einschreiben verschickt? Da hätte ich die Bewerbung ja gleich einer Brieftaube um den Hals hängen können, und die Chance wäre größer gewesen, dass meine Sendung ankommt.

Jede dämliche Werbesendung und jede nutzlose Rechnung findet immer ihren Weg, aber wenn man sich einmal wirklich darauf verlassen können muss und es wichtig ist, dann versagt die Post natürlich. Wie die Deutsche Bahn auch. Die kommt auch immer nur dann pünktlich, wenn ich es nicht eilig habe und keinen Anschlusszug erwischen muss.

Ich frage mich, wie ich die zweite Version der Bewerbung sicher nach Bonn bringen soll, wenn man schon das Einschreiben vergessen kann. Muss ich jetzt für jede wichtige Sendung einen Kurierfahrer buchen? Oder selbst fahren? Oder doch eine Brieftaube? Gleich an den Weihnachtsmann schreiben?

UPDATE: Der DAAD war zum Glück in der Lage und so freundlich nachschauen zu können, ob meine Bewerbung ankam – und sie kam schon am 19.3. an. Nur hat die Post es wohl verpennt, sich das auch quittieren zu lassen. Oder die Quittung verschlumpft. Genau dafür verschicke ich meinen Kram per Einschreiben, damit ich am Ende doch wieder beim Empfänger persönlich nachfragen muss, ob die Sendung auch wirklich ankam… Und dafür stirbt man auch noch tausend Tode.

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3 Responses to Frage (IV): Das versendet sich – Wieso mich die Deutsche Post wahnsinnig macht

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  2. Chidos says:

    Ihre Abfrage führte zu folgendem Ergebnis:

    Die Sendung wurde am 18.03.2009 eingeliefert und am 19.03.2009 in unserem Logistikzentrum in Bonn an den Empfänger weitergeleitet.

    Bitte wiederholen Sie die Statusabfrage in den nächsten Tagen noch einmal!

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    Entschuldige jetzt bitte mal, ich will dich ja nu nicht aus deinen Träumen reißen aber…
    so wie ich die Nachricht verstehe “an den Empfänger weitergeleite.” steht da doch dass die deine Bewerbung erfolgreich zugesandt haben?!!
    Gut der letzte Satz mit der Statusabfrage ist unnötig aber sonst….

  3. crazykaro says:

    Wieso denn aus den Träumen reißen? Und nein, das habe ich schon richtig verstanden. Dass eine Sendung von einem Logistikzentrum aus weitergeleitet wurde heißt nunmal nicht, dass sie auch beim Empfänger angekommen ist. Genau das hat mir die Post auch an der Hotline gesagt. Ich habe auch zwei Wochen später eine schriftliche Entschuldigung bekommen – die Sendung ist zwar vorschriftsmäßig angekommen, aber sie haben den Belegzettel verschmissen, dass sie angekommen ist und entschuldigen sich dafür.

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