Ochsenschwanz und Pferdeschweif: Wer hat Angst vorm Krampus?

Nachdem ich mich gestern unerwartet ins Mariazeller Nachtleben gestürzt habe, heute endlich die Fotos vom Krampuslauf am Freitag, organisiert vom SC Gußwerk.

Wie, wo und warum dieser Brauch entstanden ist, ist heute größtenteils unklar. Winter vertreiben, böse Geister verjagen, die unartigen Kinder bestrafen (als eine Art Knecht Rupprecht) – vieles wird dem Krampus zugeschrieben.

Bei uns in der Steiermark läuft das jedenfalls so ab: Viele Schaulustige versammeln sich, die Feuerwehr macht vielleicht noch ein schönes großes Lagerfeuer, ein paar Glühweinhütten machen auf, und irgendwann treffen die grimmigen Gestalten mit mehr oder weniger Pyrotechnik ein. Die machen einen ganz schönen Krach, mit rasselnden Ketten und riesigen Balkenglocken, die bis zu den Knien reichen. Und sie haben Holzruten oder Pferdeschweife dabei, mit denen sie auf allzuneugierige Schaulustige losgehen. Früher hat man da schon mal blaue Flecken kassiert, heute sind die Krampuse aber ziemlich brav – im schlimmsten Fall packen sie einen, ziehen einem die Mütze über die Augen, tragen einen ein paar Meter und lassen einen wieder fallen. Im günstigsten Fall ziehen sie einem mit einem Pferdeschweif eine über, was zwar kurz ziemlich zieht, aber das ist gleich wieder vorbei.

Schade war nur, dass es wie aus Eimern geregnet hat am Freitag – bei Kälte und Schnee macht das ganze Spektakel doch etwas mehr Spaß (und dann wird den Kramperln auch nicht so schnell warm, die haben ja ganz schön viel Fell um und vor allem schwer an den Holzmasken und Glocken zu tragen). Außerdem stinken nasse Kramperl dank der Felle wie nasse Hunde. Und wenn sie den Pferdeschweif schwingen, kriegt man gleich mal einen Schwung dreckiges stinkendes Pfützenwasser ab. Aber nun lassen wir mal die Bilder sprechen, um einen ehemaligen Kollegen bei GIGA zu zitieren:

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