Impressionen: Keinohrhasen

Eine Zeit lang wurde man ja mit Werbung für den Film geradezu überschüttet, und damals wollte ich Keinohrhasen schon unbedingt sehen. Deshalb musste ich ihn mir jetzt doch noch angucken.

Alles in allem, ein ganz wunderbarer Wohlfühlfilm, der sich sowohl für einsame Fernsehabende, zum gucken mit der besten Freundin, mit dem Partner oder auch mit der ganzen Famile (aber ohne Kinder) hervorragend eignet. Man sich nur erst an den oft ins comichaft überzeichneten Humor sowie die ebenso skurril überzeichneten Bilder gewöhnen. Das klappt bei den Bildern bereits mit der ersten Szene, in der ein herrlich durchgeknallter Jürgen Vogel als er selbst auftritt, beim Humor dauert das etwas länger. Aber spätestens wenn Til Schweiger in Kinderhor(s)t gesagt wird, er solle aufs Schneewitchen pinkeln und Rick Cavanian als Bildzeitungschef den ersten Ausraster hat, und allerspätestens wenn der Keinohrhase durch das Fischauge von Annas Wohnungstür guckt, hat man beschlossen, diesen Film eben zu lieben wie er ist. Was sowieso die Kernaussage des Films ist: Menschen, Hasen und Kinder so zu lieben, wie sie sind, mit ihren kleinen und großen Fehlern.

Was außerdem am Film auffällt, ist, dass Til Schweiger unglaublich schnucklige Kids im echten Leben hat, die auch so ziemlich die charmantesten Darsteller im Film sind (neben den anderen Kids, die sind alle wundervoll).

Was wiederum bei der DVD auffällt, ist die nicht enden wollende Selbstbeweihräucherung vom Herrn Schweiger, die einem in allen Bonusfeatures entgegenschreit. Klar, wer Regie, Drehbuch, Produzent und Hauptdarsteller macht, hat das in einer gewissen Weise auch verdient, aber ein etwas subtileres Eigenlob wäre hier angebracht gewesen.

So oder so, die Bilder sind toll und von einer grandiosen Farbigkeit, die Geschichte total süß mit der richtigen Mischung an Sex und Drama, der Film versprüht positiv den Charme eines nicht allzugroßen Budgets und Nora Tschirner muss man als hässliches Entlein einfach lieben. Und den Keinohrhasen sowieso. Deshalb zum Abschluss noch eine meiner Lieblingsszenen:

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